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Umsatzsteuersenkung Konjunkturpaket

Corona Konjunkturpaket

 Umsatzsteuersenkung und die Auswirkung auf Prozesse in MIDOCO Midoffice

Das Konjunkturpaket der Bundesregierung  - Anwendung in der Reiseindustrie

Mit dem Konjunktur-Paket zielt die Bundesregierung darauf ab die Wirtschaft des Landes anzukurbeln. Eine Maßnahme ist die Senkung der Umsatzsteuer mit dem Zweck die Nachfrage anzuregen.

Voraussetzung dafür, dass diese Maßnahme funktioniert, ist die Weitergabe der Steuererleichterung an den Kunden. Rein technisch gesehen haben die Unternehmen nun die Aufgabe diese Steueranpassung in ihren Prozessen umzusetzen, was zu einem nicht unerheblichen Aufwand führt. Unterstützt werden touristische Unternehmen darin durch Mid-office Systeme, die diese Änderung der Steuersätze ohne grösseren Aufwand implementieren können. Für Kunden von MIDOCO Midoffice ist der Aufwand im Midoffice Bereich überschaubar, da das System durch seine Architektur und das Funktionaliätsspektrum im wesentlichen alle Vorkehrungen bereits implementiert hat. Wichtig ist, dass bei der Besteuerung der Leistungszeitraum zählt. Die Senkung gilt also auch für eine Reise, die im Juli 2020 stattfindet, aber im April 2020 gebucht wurde.


Verarbeitung der Umsatzsteuersenkung in der Reiseindustrie

MIDOCO Midoffice findet Anwendung im Vertrieb von Geschäfts- und Urlaubsreisen, bei Online Vermittlern (OTA) und bei Reiseveranstaltern. Es folgt ein Überblick an welchen Punkten diese Maßnahme Abläufe in touristischen Unternehmen beeinflusst.

Reisevertrieb

  1. Pauschalreisen sind nach §25 UStG vom Umsatzsteuer-Ausweis ausgenommen. Daher wird hier normalerweise keine Korrektur notwendig sein, es sei denn ein Veranstalter reduziert die Preise nachträglich, was aufgrund der Preisbindung gegenüber der Ausschreibung wahrscheinlich nicht stattfinden wird. Die Besteuerung findet im Wesentlichen bei der Buchung von Einzelleistungen statt und auch nur für Leistungen im Inland. Zusätzlich sind (eigene) Serviceentgelte betroffen, deren Leistungszeitpunkt aber nicht korrigiert werden muss (das heißt für Verkäufe zwischen 1.7. und 31.12.20 werden 16% MwSt ausgewiesen).
  2. Für verkaufte Reiseprodukte ist es erforderlich die richtige Umsatzsteuer auf der Rechnung auszuweisen. Eine zu beachtende Feinheit an dieser Stelle ist die Besteuerung von Zahlungsmittelentgelten (zum Beispiel der DB). Die findet zum Zeitpunkt der Buchung statt. MIDOCO klärt gerade mit den relevanten Partnern die Fälle in denen der Steuerausweis für und durch Dritte stattfindet. Höchstwahrscheinlich werden hier Firmenkunden die bereits ausgestellten Abrechnungen mit Umsatzsteuerkorrektur neu anfordern. Das ist im Prinzip möglich, allerdings gibt es auch Fälle bei denen die initiale Rechnung über einen Dritten (wie Airplus/Amex) erfolgt ist. Da wird der Prozess komplexer.
  3. Der Provisionseingang ist entsprechend betroffen, hier werden nach unserer Einschätzung eine Menge Korrekturabrechnungen für bereits vorab ausgezahlte Provisionen erfolgen müssen.

In allen Fällen stellt Midoco sicher, dass die erfassten Werte in 16% und 19% (bzw. auch die reduzierten Sätze 7% und 5%) an die nachgelagerten Systeme korrekt weitergegeben werden. Hierzu sind wir mit allen Partnern im Kontakt. Für alle Beteiligten entsteht Arbeits-Mehraufwand, um die geänderten Werte so zeitnah in allen Systemen darzustellen und alle Eingangsrechnungen zu kontrollieren. Ggfs. auch alte Eingangsrechnungen, die den Leistungszeitraum betreffen und korrigiert werden müssen.

Reiseveranstalter:

  1. Der erste Bereich betrifft die Provisionsabrechnungen an inländische Agenturen, welche für Leistungen innerhalb des reduzierten Zeitraums erstellt werden. Der Reisevertrieb wird von Reiseveranstaltern dafür entlohnt, dass sie die Produkte des Veranstalters verkaufen. Das erfolgt in Form von Provisionen, auf die Umsatzsteuer anfällt, die nun mit 16 % ausgewiesen werden muss. Bereits vorausgezahlte Abrechnungen müssen korrigiert werden, bereits vorformulierte Abrechnungswerte sind neu zu ermitteln. Hier sind ggfs. die Abrechnungsformulare sowie maschinellen Anlagen zu Abrechnungen betroffen.
  2. Der zweite Bereich in dem Veranstalter gefordert sind, ist die Margensteuer.  Je nach Handhabung der Margensteuer werden auch Prozesse im Midoffice beeinträchtigt.
  3. Der dritte Bereich, den die Steuersenkung betrifft ist die Übernahme der Abrechnungsdaten von Leistungsträgern und deren korrekte Verarbeitung im System. Hier ist (für Reiseveranstalter)
    selten Provision/Umsatzsteuer im Spiel, allerdings kann es hier auch Korrekturfälle geben.

Welche Prozesse sind betroffen?

  1. Anpassung der Abrechnung für neue Buchungen mit Leistungszeitpunkt zwischen dem 1. Juli und dem 31. Dezember 2020
  2. Korrektur bereits erfolgter Abrechnungen, die in den o.g. Leistungszeitraum fallen
  3. Umstellung des Steuersatzes nach Ablauf der befristeten Senkung

Da sich der Leistungszeitraum der verkauften Reisen nicht auf die den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 2020 beschränkt sind die Unternehmen gefordert zweispurig zu fahren.

Im Detail hat die Änderung Auswirkung auf

  1. Templates für Rechnungsbelege
  2. Provisionsberechnung (OTA und Reisebüro)
  3. Rechnung (Endkunden und Lieferant)
  4. Transaktionsgebührenkalkulation (Geschäftsreisebüros)
  5. Provisionsabstimmung 
  6. Reporting
  7. Buchhaltung
  8. Vorsteuerabzug

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